KSV erstürmt zeitweilig Tabellenspitze!

Haingrund überrollt Nieder- Kainsbach!

 

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SG Nieder- Kainsbach II - KSV Haingrund 1:8 (0:3)

Tore: 0:1 B. Stohr (4.), 0:2 F. Bubik (12.), 0:3 B. Stohr (34.), 0:4 S. Kankaya (62.), 0:5 D. Yildirim (64.), 0:6 D. Siebenlist (66.), 0:7 N. Heger (79.), 1:7 A. Lange (85.), 1:8 N. Haydn (90.)

Schiedsrichter: Philip Metten (JFV Dreieichenhain-Götzenhain)

Zuschauer: k.A.

KSV Haingrund: T. Eckert (TW), A. Schönig ( C ), O. Schäfer, B. Stohr, N. Haydn, S. Kankaya, D. Yildirim, E. Heger, D. Siebenlist, F. Bubik – A. Wölfelschneider (ETW), N. Heger, A. Schütz, A. Yildirim, D. Herzog

SG Nieder Kainsbach II: L. Meisel (TW), F. Wanning, D. Loick, P. Ueschner, P. Haass, N. Stiebitz ( C ), F. Lange, M. Schmucker, M. Didion, F. Nicklas, C. Neff – S. Heiland, A. Lange, F. Daum

 

Als der gut leitende Schiedsrichter um Punkt 14.48 Uhr die Partie auf dem Nieder- Kainsbacher Rasen beendete, war es amtlich: der KSV Haingrund hatte mit einem denkwürdigen und gleichsam fulminanten Auswärtssieg vorübergehend die Tabellenspitze der B- Liga Odenwaldkreis erstürmt! Wann hat es derartiges zuletzt gegeben? Nachdem die Nachmittagspartien dann gegen den frühen Abend hin ebenfalls beendet waren, relativierte sich die Tabellenkonstellation freilich wieder etwas. Doch dies tat der aktuellen Freude keinen Abbruch, denn gemeinsam mit der Spvgg Kinzigtal und dem TSV Sensbachtal rangiert man nach acht Spieltagen nun punktgleich zu diesen beiden Teams auf Tabellenplatz 3. Wer hätte dies am Anfang dieser Saison für möglich gehalten? Die nächsten drei Punkte waren eingefahren und damit blieb der KSV auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. In Nieder-Kainsbach lieferte der KSV eine ganz starke Vorstellung ab. Sieben verschiedene Torschützen durften sich freuen. Einzig Bastian Stohr traf doppelt. Zu erwarten war dieser deutliche Erfolg sicherlich nicht.

Dabei hatte es Spielertrainer Dorian Siebenlist bei der Kaderplanung für diese ungemütliche Reise zum Tabellenelften nach Nieder- Kainsbach (8 Punkte), die bis dato zu Hause noch ungeschlagen waren, wieder einmal nicht leicht. Neben den langzeitverletzten Max Tartler und Rafael Wölfelschneider, musste Siebenlist auch noch auf Co- Trainer Markus Maier (Urlaub) und den kurzfristig verletzten Peter Kuhnert verzichten. Umso erstaunlicher war und ist es, wie dieses junge Team diese personellen Rückschläge in den letzten Wochen ständig verkraften und ersetzen kann.

Mit einer jetzt fast schon unheimlichen Dominanz diktierte die Siebenlist- Truppe die ersten dreißig Minuten nach Belieben, kreiierte viele Torchancen, überzeugte spielerisch wie kämpferisch.

Bereits nach wenigen Sekunden hatte Salih Kankaya im Anschluss an einen starken langen Ball von Diyar Yildirim die erste dicke Chance für den KSV. Leider parierte der Kainsbacher Keeper überragend und er schaffte es nicht, den KSV früh in Führung zu bringen. Besser machte es wenige Momente später Bastian Stohr, nachdem er eine starke Kankaya Hereingabe zum 0:1 in die Maschen beförderte. In der 10. Minute zwang Dorian Siebenlist den SG Schlussmann mit einer sehenswerten Volleyabnahme zu einer starken Parade. Zwei Minuten später erzielte Felix Bubik das 0:2 in "Tor des Monats- Manier", als er aus rund 35m den Ball über den zu weit vor seinem Kasten stehenden SG Schlussmann ins Tor hob. Nach einer Viertelstunde fand ein Abschluss von Emanuel Heger im Anschluss an einen Eckball nicht den Weg ins Tor. In der 20. Minute konnte sich dann auch KSV Torsteher Tobias Eckert stark im 1- gegen-1 auszeichnen, nachdem die KSV Defensive mit einem langen Ball ausgehebelt wurde. Neben einem Kopfball war dies jedoch die einzig nenneswerte Offensivaktion, die die KSV- Defensive im ersten Abschnitt zuließ. Im Gegenzug fand ein Heber Kankayas nicht sein Ziel. Zehn Minuten vor der Halbzeit machte dann Bastian Stohr mit einem sehenswerten Weitschuß zum 0:3 den vorzeitigen Deckel auf die Begegnung. Nachdem er zwei Gegenspieler ausspielen konnte, schlug sein beherzter und wuchtiger Schuss aus gut 18m rechts oben im SG- Gehäuse ein. Wieder nur wenige Minuten später konnte der SG- Schlussmann einen Flachschuß von dem heute enorm stark spielenden Bastian Stohr nur mit Mühe aus der linken unteren Ecke kratzen. Kurz vor der Halbzeitpause verfehlte ein Abschluß Kankayas von der Strafraumkante nur knapp das SG Gehäuse. Wieder nur Momente später schaffte es Kankaya im 1-gegen-1 nicht, einen haarsträubenden Fehler der SG Defensive zu nutzen.

Es waren erst wenige Minuten in der 2. Halbzeit gespielt, als sich die SG nach einer Tätlichkeit an Nick Haydn und der Roten Karte selbst jeglicher Minimal- Chancen beraubte, vielleicht doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Der KSV hingegen ließ nicht nach, legte noch eine Schippe drauf und spielte weiter nur im Vorwärtsgang. Nun brachen bei den Gastgebern alle Dämme und der KSV kreierte Chancen fast im Minutentakt. So konnte der bärenstarke Kankaya eine gute Hereingabe vom ebenso starken Diyar Yildirim nicht auf das SG Tor bringen. Nach einer guten Stunde erzielte dann Torjäger Kankaya nach einem sehenswerten Spielzug über Yildirim und Stohr das 0:4. Kurz danach tanzte Yildirim die komplette SG Defensive aus und netzte zum 0:5 ein. Erneut nur Sekunden später konnte Alec Schönig einen kurz ausgeführten Freistoß von Stohr aus spitzem Winkel leider nicht am SG Schlussmann vorbei bugsieren. Auch für ihn wäre es eine tolle Belohnung für seine überragende Leistung gewesen. Direkt im Anschluß legte Kankaya einen starken Querpass in den Rückraum der SG- Abwehr und Dorian Siebenlist drosch den Ball zum 0:6 in die Maschen. In der 79. Minute erzielte Noah Heger nach starker Vorlage von Dean Herzog das 0:7. Den Ehrentreffer für die Gastgeber zum 1:7 erzielte Alexander Lange im Anschluß an einen Eckstoß per sehenswerter Direktabnahme. Den Schlusspunkt zum 1:8 setzte Nick Haydn, der auf Halblinks einen tollen Steilpass in höchstem Tempo aufnahm, und dem Keeper mit einem platzierten Flachschuss keine Chance ließ. Die mitgereisten Fans rieben sich ob dieses Offensivspektakels etwas ungläubig die Augen.

Es ist schon beeindruckend, welchen Lauf die Jungs von der Windlücke derzeit haben. Nun gilt es, die gezeigten Leistungen von Woche zu Woche zu bestätigen und weiter in den Trainingseinheiten hart zu arbeiten. Dann sollte das ursprüngliche und ambitionierte Saisonziel, mit Tabellenplatz 8 an der Aufstiegsrunde teilzunehmen, zu erreichen sein. Es wird nunmehr mitentscheident sein, ob diese blutjunge Truppe diese Erfolge auch mental richtig verarbeiten kann. Erwartungshaltung und Druck von außen könnten sicher deutlich zunehmen. Bereits am kommenden Sonntag können sie dies unter Beweis stellen, denn dann treffen unsere Jungs im Rahmen des "Äbbelwoifestes" auf der Windlücke im kleinen Derby auf den Ortsnachbarn aus Lützelbach.

VORSCHAU:

Sonntag, 10. Oktober 2021 – 15:15 Uhr

KSV Haingrund – SV Lützel-Wiebelsbach II

+++ Äbbelwoifest +++